Der erste Bewegungstag der Arbeitsgemeinschaft Perspektive 3D soll dazu beitragen, dass die Generation 55+ aus Hoffnung und Perspektive statt Rückzug und Resignation lebt.

 

Der erste Bewegungstag soll – aufbauend auf den beiden Inspirationstagen 2022 in Bern und 2023 in Winterthur – in die Breite gehen. Wir wollen als Babybommer in Bewegung bleiben und nicht im Ruhe-Stand. Für uns ist das Älterwerden kein Makel, sondern eine Zeit, wo all das zusammen kommt, was uns schon lange wichtig war und wofür wir uns eingesetzt haben und wofür es sich zu leben lohnt. Sei das nun in der Kirche, der Gesellschaft, im Ausland (Einsatz) oder ganz privat.

 

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Referentinnen / Referenten

Hauptreferat: «Von der Berufung der jetzt 55-75-Jährigen»
Sie, die «Golfer», die «Babyboomer» und «die 68-er» wissen, was im Leben hilft. Sie können meist sehr gut reflektieren und kommunizieren. Warum die 55-75-Jährigen nicht als Berufene erkennen? Warum sie nicht gewinnen, Bewährtes sich und andern Generationen verfügbar zu machen? Weil sie bisher in einer Zeit des «immer besser, immer schneller und immer angenehmer» gelebt haben, ringen sie jetzt darum, nochmals neu die Frage ihrer Identität, die Sinnfrage und die Frage nach einem mündigen und glaubensstarken Umgang mit zunehmender Verletzlichkeit zu beantworten. Könnte es sein, dass die Zukunft der Kirche wesentlich von dem abhängt, was diese Generation der 55-75-Jährigen vorlebt und einbringt?
Dr. Markus Müller
, Jahrgang 1955, hat die Initiative ProAging mit ins Leben gerufen und war massgeblich an der Entstehung der «Perspektive 3D» beteiligt. Er hat Behindertenpädagogik studiert, war in mehreren auch internationalen Organisationen tätig und arbeitete von 2012 bis 2023 als Heimpfarrer mit alten, sehr alten und sterbenden Menschen. Er ist Vater von vier erwachsenen Kindern und sucht immer neu nach Perspektiven zu erfüllendem und innerlich gesundem Unterwegssein und Älterwerden. Er hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben, hält Referate und gestaltet Seminare mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Referat: «Von der Schönheit der Veränderung»
Stichworte: Veränderung darf sein – Neuland entdecken im Kräfteverlust. Falsche Ideale los lassen (Phil 3,13). Veränderung ist möglich – den inneren Menschen stärken (2. Kor. 4,16)
Regula Scharnowski hat in verschiedenen Ländern auf drei Kontinenten gelebt. Seit 45 Jahren ist sie glücklich verheiratet. Ihr Mann und sie sind Pfarrer – sie reformiert, er freikirchlich. Sie sind beide aktiv pensioniert, haben 4 erwachsene Kinder und 9 Enkel. Sie wohnt mit ihrem ältesten Sohn und Familie (4 Kids) in einer Dreigenerationen-Wohngemeinschaft in Steffisburg BE und ist in der lokalen FEG aktiv. In den reformierten Kirchen der Region übernimmt sie Predigtvertretungen und andere kirchliche Dienste. Sie liest gerne, liebt Musik und Sport, aber nichts macht ihr mehr Freude als Menschen näher zu Gott und Gott näher zu den Menschen zu bringen.

Referat: «Handfest getröstet – in Erreichtem und Unerreichtem»
Stichworte: Einblicke in das Leben und Sterben der Gottesmänner Simeon und Mose. Erwartung – Sehnsucht – Erfüllung. Frische, Dankbarkeit und Hoffnung in Unerfülltem. Ausblicke ohne Resignation. Segensspuren entdecken und Begrenzungen bejahen. Mit erfüllten und nicht erfüllten Aufträgen Gottes leben und sterben lernen.
Daniel Zindel ist seit seiner Pensionierung als Paarberater, Führungscoach und Buchautor tätig. Er ist verheiratet mit Cathy. Zusammen haben sie 4 erwachsene Kinder und sind Grosseltern von 9 Enkelkindern.

Workshops

Workshop 1: «Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gelobt?»
Je älter wir werden, desto mehr Verlusterfahrungen verschiedener Couleur kommen auf uns zu. Wie gehen wir damit um?
Kathi und Jens Kaldewey (Jahrgang 1949 und 1950): Sie nehmen uns hinein in eine interaktive Auseinandersetzung mit der Hiobsgeschichte – mit der Methodik eines Bibliologs.

Workshop 2: «Seniorenarbeit NEU erfinden»
Was lang gut war, Kaffee, Kuchen und Input, genügt nicht mehr. Lass uns gemeinsam kreativ werden. Neue Wege suchen, Schritte gehen und das Neuland erobern. Gutes erwartet uns.
Hanna Dill: Seelsorgerin und verantwortliche der Seniorenarbeit in ihrer Gemeinde, Teil der Arbeitsgemeinschaft Perspektive 3D

Workshop 3: «Mentale Gesundheit»
Deine mentale Gesundheit im Alter liegt sicher nicht nur in deinen eigenen Händen. Aber du kannst selber Vieles dazu beitragen! Dieser Workshop liefert dir ein vertieftes Verständnis für deine «Selbstwirksamkeit» und ermutigt dich zu konkreten kleinen Schritten, die deine Gesundheit fördern und obendrein vielleicht noch ganz viel Spass machen können.
Dr. med. Wilf Gasser (Jahrgang 1957): Ehemann, Vater und 9facher Grossvater. Von Beruf Psychiater. Zusammen mit seiner Frau Christa Gasser Sexualtherapeut. Networker.

Workshop 4: «Kirche mit Zukunft»
Die Gemeinde von Jesus Christus hat Zukunft, weil es seine Gemeinde ist. Wir gestalten sie mit. Was ist das Besondere, was wir Babyboomer (1954 – 1964) beitragen können? Wir reden über den Segen, den wir für unsere Generation und die andern Generationen sein können, und auch über mögliche Schieflagen und unseren blinden Fleck.
René Winkler (Jahrgang 1960): Leiter Weiterbildung am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) und Mitinitiant der Akademie GenerationPLUS. Er hat langjährige Erfahrung als Pastor und Leiter des Gemeindeverbandes Chrischona Schweiz (jetzt Viva Kirche Schweiz). Heute ist er unter anderem als Coach und Berater von Pastoren und Gemeindeleitungen tätig.

Workshop 5: «Beziehungen sind wie ein Garten»
Wir sehnen uns nach gutem Austausch und nach freundschaftlichen Beziehungen. Das Thema Freundschaft und Beziehung fordert immer wieder heraus, insbesondere wenn Leute alleine leben. Wenn Beziehungen gelingen sollen, brauchen sie Pflege wie ein schöner Garten. Der Workshop gibt Anregung für die Entwicklung des Beziehungsnetzes.
Monika Riwar: Evang. Theologin. Sie ist seit über 25 Jahren tätig als Beraterin und Supervisorin in eigener Praxis und als Ausbildnerin beim bcb Bildungszentrum Christliche Begleitung & Beratung. Weiter hält sie Vorträge und Seminare zu seelsorgerlichen Themen.

Workshop 6: «Diagnose Demenz…was heisst das für uns als Angehörige und Freunde?»
Wenn in einer Familie jemand die Diagnose Demenz bekommt, betrifft das immer die ganze Familie, das ganze Umfeld. Am Anfang eine Schock Diagnose aber oftmals auch eine Erleichterung. Nun kann man Verschiedenes besser einordnen. Demenz bedeutet nicht, keine Lebensqualität mehr zu haben. Auch mit einer Demenz kann man schöne und gute Zeiten erleben. Demenz ist eine Herausforderung. Wichtig ist, dass die Angehörigen gut zu sich schauen, um die Kraft zu haben, den Demenzbetroffenen gut zu begleiten. Wenn es dem Angehörigen gut geht, geht es auch dem Demenzbetroffenen gut. Was heisst denn das? Dem wollen wir im Workshop miteinander nachspüren.
Margrit Dobler-Affolter: Sozialarbeiterin, im aktiven Ruhestand. Seit vielen Jahren begleitet sie das Thema Demenz. Sie leitet seit 25 Jahren diverse Gruppen für Angehörige von Menschen mit einer Demenz, insbesondere von Menschen mit einer Frontotemporalen Demenz.

Workshop 7: «Wie aus einer Lebenskrise ein JA zum Älterwerden wächst»
«In jeder Krise steckt auch eine Chance!» Na gut, der Satz ist bereits ein wenig ausgelutscht und wenn man mitten in einer solchen steckt, hilft er wenig. Trotzdem ist er wahr und gilt selbst für Lebenskrisen wie z.B. die Midlife Crisis. Krisen zwingen uns, der Realität – auch der unangenehmen – in die Augen zu schauen. In dieser Wahrheit leben zu lernen, macht frei; das sagt schon die Bibel.
Beat Brugger: Co-Paster der Viva Kriche Pfäffikon ZH. Neben der Pastorentätigkeit frönt er seinen Hobbys: Gitarre spielen, windsurfen und mit dem Wohnwagen durch die Lande ziehen.

Workshop 8: «Familienmanagement: Ehe-Kinder-Eltern-Enkelkinder»
«Endlich pensioniert! Unendlich weite Freiräume scheinen sich zu eröffnen. Wirklich? Da ist die Notlage alter Eltern und Kinder in der «Rushhour des Lebens» mit ihren Anfragen der Kinderhüte von Enkelinnen und Enkel. Manchmal kollidiert das mit eigenen persönlichen Bedürfnissen und Ansprüchen an die Ehe. Dabei möchten wir unsere Unterschiedlichkeit als Paar auch noch unter einen Hut bringen. Wie gestalten wir die neue Freiheit in Verantwortung?
Cathy Zindel arbeitet nach ihrer Pensionierung weiter als Paarberaterin und Seelsorgerin an der Beratungsstelle Rhynerhus der Stiftung Gott hilft. Daniel Zindel (siehe Porträt unter «Referentinnen / Referenten»).

Workshop 9: «Sterbehilfe: Was, wenn die Liebe zum Leben bricht?»
Mit Wucht dringt das Thema Sterbehilfe bzw. assistierter Suizid  in die Fragen rund um mündiges Älterwerden ein. In kantonalen Volksabstimmungen wird darüber entschieden, wie eine Gesellschaft mit der Frage des Lebensendes umzugehen hat. Im Workshop stehen Fragen im Vordergrund wie: Was treibt Menschen, Sterbehilfe bzw. assistierten Suizid in Anspruch zu nehmen? Wie artikulieren sich Christen? Was sollten wir unbedingt verstehen? Wie reagieren wir, wenn Freunde / Bekannte «zum letzten date» einladen?
Dr. Markus Müller (siehe Porträt unter «Referentinnen / Referenten»)

Workshop 10: «Wann ist die beste Zeit, das Evangelium weiter zu sagen – und warum?»
Persönliche Evangelisation im Alltag: Die Chancen und die Vorteile des Alters. Aber auch der Umgang mit den Nachteilen.
Im Alter sind sowohl wir selber, als auch diejenigen, die wir ansprechen möchten, sensibler, etwas abgedroschen, nicht mehr so begeisterungsfähig. Aber wir haben auch nicht mehr viel zu verlieren. Da müsste doch eine himmlische Freiheit drin liegen, die wir ganz frisch nutzen könnten. Oder nicht? Ein Workshop für frischen Mut gegen alle Müdigkeit. Aber halt mal: Wie, wann und wo reden wir eigentlich in unserem Alltag mit andersdenkenden Personen über das grosse Glück, das wir in Jesus haben? Wie können sich gerade für uns hier wieder neue Türen öffnen?
Pfarrer Fredy Staub studierte an der Universität Bern Theologie. Nebst seiner pfarramtlichen und seelsorgerlichen Tätigkeit ist er durch Fernsehen und Radio sowie durch seine Bücher als mutiger, unkonventioneller und humorvoller Ratgeber bekannt geworden. Tabus haben bei diesem Mann keine Chance. Vielleicht werden deshalb seine Gedankenanstösse immer wieder als echt, lebensnah und vor allem als hilfreich empfunden. Er, der schon mehrmals am Rand des Lebens stand, weiss wovon er spricht, wenn es um den Sinn und die Zukunft unseres Lebens geht.

Download
Flyer Erster Bewegungstag «Perspektive 3D»

 

Anmeldung
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Veranstalter
Arbeitsgemeinschaft «Perspektive 3D» – Das dritte Drittel des Lebens glaubensstark gestalten

 

Kontakt
Christa Gasser
Koordinatorin Arbeitsgemeinschaft «Perspektive 3D»
+41 (79) 209 12 05
christagasser4@gmail.com